Oktober2026
Es gibt Dinge, die mir schon lange auf dem Herzen liegen und die ich heute einfach einmal ansprechen möchte.
Seit ĂŒber 20 Jahren zĂŒchte ich Rauhaarteckel mit viel Liebe, Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein. In dieser Zeit durfte ich unzĂ€hlige wunderbare Menschen kennenlernen, aus denen nicht selten langjĂ€hrige Freundschaften entstanden sind. â€ïž
Aber ich habe auch die andere Seite kennengelernt âŠ
Da kommen Nachrichten, die weder mit einem âHalloâ beginnen noch mit einem Namen enden. Manchmal besteht eine Anfrage aus gerade einmal drei Worten: âNoch Welpen frei?â
NatĂŒrlich muss mir niemand einen Roman schreiben. Aber ein freundlicher GruĂ, ein paar persönliche Worte und eine kurze Vorstellung sollten doch selbstverstĂ€ndlich sein.
Denn wer sich fĂŒr eines meiner Hundekinder interessiert, sollte auch bereit sein, ein wenig von sich zu erzĂ€hlen.
Was mich ebenfalls immer wieder enttĂ€uscht: Menschen stellen zahlreiche Fragen, möchten Informationen, Bilder und ausfĂŒhrliche AuskĂŒnfte. All das beantworte ich gerne und nehme mir dafĂŒr auch die nötige Zeit. SchlieĂlich möchte ich, dass meine Welpeninteressenten gut informiert sind.
Wenn dann allerdings nicht einmal ein kurzes âDankeâ zurĂŒckkommt, frage ich mich schon, wo die gegenseitige WertschĂ€tzung geblieben ist.
Und ja, selbstverstĂ€ndlich darf auch nach dem Preis gefragt werden! Allerdings macht es fĂŒr mich einen Unterschied, ob diese Frage Teil einer freundlichen Vorstellung ist oder ob sie die gesamte erste Nachricht ausmacht.
Ein Welpe ist schlieĂlich kein Artikel, den man mal eben in den Warenkorb legt.
Wenn bei uns Welpen geboren werden, dreht sich ĂŒber viele Wochen nahezu alles um die MutterhĂŒndin und ihre Kinder. Es sind Wochen voller Freude, FĂŒrsorge, Verantwortung, kurzer NĂ€chte und manchmal auch Sorgen.
Jeder einzelne Welpe wird mit Liebe aufgezogen, begleitet und beobachtet. Ich kenne seine Entwicklung, seinen Charakter und seine kleinen Eigenheiten.
Und irgendwann kommt der Moment, an dem ich dieses kleine Leben in andere HĂ€nde gebe.
Genau deshalb ist mir nicht egal, in welche HĂ€nde!
Ich fĂŒhre keine Wartelisten, vergebe keine Welpen nach dem Prinzip âWer zuerst kommt, mahlt zuerstâ und mache auch keine vorschnellen Versprechungen.
Ich möchte die Menschen kennenlernen, denen ich eines meiner Hundekinder anvertraue. Ich möchte wissen, wie und wo es kĂŒnftig leben wird und ob Mensch und Hund wirklich zusammenpassen.
Dabei spielen fĂŒr mich weder ein besonders groĂer Garten noch irgendwelche Titel oder gesellschaftliche Stellungen die entscheidende Rolle.
Was zĂ€hlt, sind Herz, Verstand, Zeit, VerantwortungsgefĂŒhl und die Bereitschaft, einem Hund ein Leben lang gerecht zu werden.
Vielleicht empfindet der eine oder andere meine Einstellung als streng oder meine Auswahl als zu kritisch.
Damit kann ich gut leben.
Denn nach all den Jahren habe ich eines gelernt: Ich muss es nicht jedem recht machen.
Ich muss es meinen Hunden recht machen! â€ïž
Sie können sich ihre zukĂŒnftigen Menschen nicht selbst aussuchen. Diese Verantwortung liegt bei mir, und die nehme ich sehr ernst.
Zum Schluss möchte ich aber auch eines sagen:
Es gibt so viele wunderbare, herzliche und ehrliche Welpeninteressenten, die sich mit viel Liebe und Gedanken auf ein neues Familienmitglied vorbereiten. Menschen, die Fragen stellen, zuhören, sich Zeit nehmen und denen das Wohl des Hundes genauso wichtig ist wie mir.
Genau fĂŒr diese Menschen lohnt sich all die MĂŒhe. đ„°
Und dafĂŒr bin ich von Herzen dankbar.
Bavaria Bretano FCI đŸ
Zucht mit Herz, Verstand und Verantwortung â seit 2004.

